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© Reitermusik Gunzwil 2018
Auszug aus dem Protokoll der Feldmusik Gunzwil über die Auffahrtsmusik aus alter Zeit 1509 wurde die Auffahrtsprozession erstmals erwähnt doch bereits 1420 erwähnt ein Schriftstück im Stiftsarchiv einen Ritt am Christi Himmelfahrtstag. Die musikalische Begleitung  bestand damals aus zwei Trompetern. Die Reitermusik entstand ende vorletztes Jahrhundert. 1897 27. Mai: Am Auffahrtsfeste nahm die Gesellschaft an der Prozession teil und wurde nachher von Herrn Willimann zu Ochsen eingeladen, wobei noch ein gemütlicher Schluss folgte. 1898 13. Mai: Es wurde beschlossen, am Feste Auffahrt Christi zum Ochsen in Münster zu  spielen. 19. Mai: Wurde der Beschluss vollzogen. 1899 20. April: War Übung auf den Pferden auf das Auffahrtsfest. 11. Mai: Anlässlich der Prozession wirkte die Gesellschaft mit, aber das Wetter war regnerisch. 8. Sept.: Wurde der Auffahrtslohn verteilt…..   1900 Am Auffahrtsfeste musste die Gesellschaft im Ochsen in Münster spielen, wo es ihr aber nachher sehr schlecht erging.   1901 16. Mai: Ging die Gesellschaft nach der Prozession in den Ochsen nach Münster und spielte Konzertstücke.   1902 24. April: Wurde die Hauptprobe auf das Himmelfahrtsfest abgehalten. 8. Mai: Anlässlich der Auffahrtsprozession wirkte die Gesellschaft mit. Der Tag war sehr kalt und es schneite.   1904 8. Mai: War Übung auf den Pferden auf das Auffahrtsfest 12. Mai: Beteiligte sich die Gesellschaft am Auffahrtsfest in Münster.   1906 13. Mai: War Hauptprobe für das Auffahrtsfest. 24. Mai: Beteiligte sich die Gesellschaft am Auffahrtsfest in Münster   1907 5. Mai: War die Vorprobe fürs Auffahrtsfest zu Pferd ins Bühl, und wir machten einen Trunk bei Johann Jost. 9. Mai: Anlässlich der Auffahrtsprozession wirkte die Gesellschaft mit. Das Wetter war sehr schön.   1907 (2. Protokollbuch) 9. Mai: Wurde die neue Uniform zum ersten Male getragen anlässlich der Auffahrtsprozession. Bei  herrlich schönem Wetter wurden wir als Stadtmusik betrachtet. Nachher produzierten wir im Ochsen und auf Wunsch unseres Herrn Paten später in der Sonne Unterhaltung, was aber nicht überall gutgeheissen wurde.   1908 27. Mai: War Vorprobe auf die Auffahrt, Wie letztes Jahr kehrten wir bei Herrn Johann Jost im Bühl ein, wo wir es uns bei Most und Kaffee gemütliche machten. 28. Mai: Weil in Münster keine Musik mehr existiert, nahmen wir auch dieses Jahr wieder als Prozession Musik an der Prozession teil. Es ging so gut, dass viele Zuschauer meinten, das seien alles Kavallerietrompeter, die könnten über jeden Weg und Steg reiten. Beim Einzug in Münster wurden wir aber etwas nass, was wir aber bei einem besseren Tropfen beim Herrn Kustos und nachher im Ochsen bald wieder vergassen.   1909 Am Auffahrtsfeste waren wir wieder Fest- oder Prozessionsmusik, wobei für uns alles wie gewöhnlich verlief.   1910 Am Auffahrtsfeste waren wir wieder Prozessionsmusik.   1911 26. Mai: Prozessionsmusik beim Auffahrtsumritt.   1915 13. Mai: Prozessionsmusik am Auffahrtsumritt, wie solches jedesmal geschehen seit und mit 1906. Auch diesmal bei günstiger Witterung und gemütlichem Verlauf.   1918 Am Auffahrtstage bei sehr schönem Wetter Prozessionsmusik.   1919 25. Mai: War die Vorprobe für die Auffahrt. Alles ging gut, auch das Trinken bei Johann Jost, das bald obligatorisch ist. 29. Mai: War die Auffahrt mit günstigem Wetter gekrönt. Alles ging gut. Nachher ging’s ins Rössli. Als das Tanzbein geschwungen wurde, zogen wir mit klingendem Spiel in den Hirschen. Das ging nicht gut. Frau Suter schimpfte  bei allen Leuten über uns, sodass wir beschossen, haben, nicht mehr in Rössli zu gehen. An einer Auffahrt machten wir meist Tanzmusik.   1920 9. Mai: Vorprobe auf die Auffahrt wie gewohnt zu Jost Johann, Bühl. 13. Mai: Auffahrt war ein heisser Tag. Es gab etwas Durst. Alles ging gut ohne Störung. Nachher waren wir wie früher im Ochsen und gut gehalten.   1921 Auffahrt: Sehr schlechtes Wetter, gewindet, geregnet, und geschneit, wie’s nur schön war. Zwischen Seeblen und Kreuz Gunzwil ist dem Fidel Galliker sein Pferd krepiert, was zu sprechen gab.   1922 25. Mai: Auffahrtsfest: sehr heisses Wetter. Am Einzug keine Musik mehr, weil einige Mitglieder nicht mehr anwesend waren. Tschopp Johann hat wegen ungenügendem Grund seine Uniform uns Schriften abzugeben.   1923 10. Mai: Auffahrtsfest. Wie seit alters er war die Feldmusik die Prozessionsmusik. Es ist eine alte Sache, dass Musikanten Wein und Regen nicht scheuen. Letzteres wurde ihnen aber am Auffahrtsfest in etwas zu treuer Weise geschenkt. Doch haben sich die wackeren Bläser nicht verdriessen lassen und führten ihre Aufgabe zur Ehre Gottes zum guten Ende. Ein besonderes Kränzchen sei geflochten nserer verehrten Veteranen Herr Franz Weber. Eie mir mitgeteilt wurde, war das die 26. Auffahrtsprozession, bei welcher genannter der Musikgesellschaft Gunzwil aktiv mitwirkte. Ehre allzeit solcher Treu zum Verein.   1924 29. Mai: Auffahrtsprozession in Münster, wo die Feldmusik als Festmusik beim Umgang spiele, Die Prozession verlief gut, ohne Unfall. Das Wetter war schön, trotzdem es am Vormittag zum Regnen geneigt war.   1925 17. Mai: Probeausritt nach Kommlen, um 9 Uhr Vesper mit feierlichem Umgang. 21. Mai: Auffahrtsprozession in Münster, bei welcher 16 Mann unserer Gesellschaft mitwirkten. Sie nahm bei günstigem Wetter einen glänzenden Verlauf. „Abegheit esch keine“. Nach dem Einzug gingen wir noch in den Hirschen, wo uns der Götti Wandeler Seppi die durstigen Kehlen befriedigte.   1926 9. Mai: Marschübung zu Pferd und Prozession im Stift 13.Mai: Auffahrt, Prozessionsmusik. Der Wettergott waltete sehr streng und ungemütlich mit uns. Gestärkt durch eine währschaftes Znüni in Hasenhusen kamen wir unter stetem Regen in Rickenbach an. Der Verlauf war sonst bis fast ans Ende gut. Nach der Prozession gab’s in der Probstei noch ein Glas vom Besseren.   1927 10. Mai. Probeausritt 15. Mai: Fand der übliche Ausritt statt, der über Walde und Kommlen führte. In Walde machten wir unserem ehemaligen Präsidenten Josef Galliker einen kleinen Besuch, der uns aufs gewünschte bewirtete. Besten Dank für seine Güte. Unter Musik ging’s weiter nach Kommlen, wo uns schon wider ein Freund und Gönner empfing in seiner heimeligen Gaststube. Doch nach kurzem brachen uns die stolzen Vierbeiner wieder nach Hause. 26. Mai: Christi Himmelfahrt: Auch dieses Jahr hatte die Feldmusik Gunzwil wiederum die Ehre, als Prozessionsmusik am Fest teilzunehmen. Das prächtige Wetter erlaubt einen glänzenden Einzug in den Flecken Münster, der fast vollgestopft von Leuten war.   1928 6. Mai: Nachmittags war der Probeausritt nach Kommlen und am Abend gab es im „Ochsensaal“ ein Freikonzert. Besuch schlecht. 17. Mai: Christi Himmelfahrt war für uns wiederum ein Ehrentag, an dem wir wie üblich den höchsten Herrn begleiten durften.   1929 5. Mai: War Probe zu Pferd für das Auffahrtsfest. 9. Mai: Nahmen wir wie gewöhnlich am Auffahrtsfest teil. Schon Am frühen Morgen wurden wir vom Regen überrascht und durchnässt. Bis Rickenbach regnete es ununterbrochen. Beim Einzug hatte Petrus dann ein Einsehen mit uns und vereinzelte Sonnenstrahlen zeigten sich, als wir im Stift ein Glas vom Besseren schlürften.   1930 18. Mai: Probe zu Pferd für das Auffahrtsfest. 29. Mai: Nehmen wir wie gewohnt am Auffahrtsfest teil. Der Wettergott war diesmal günstig, bloss vormittags regnete es ein wenig nachmittags war das Wetter noch ganz ordentlich.   1931 9: Mai: Hatten wir Ausritt gegen den Blosenberg mit Probe 14. Mai: Nahmen wir wiederum an Auffahrtsfest teil. Seit mehreren Jahren wieder einmal schönes Wetter. Dem Einzug in Münster wohnte eine sehr grosse Menge Volkes bei.   1932 Am Auffahrtsfest nahmen wir wie gewohnt an der grossen Prozession zu Pferd teil. Das Wetter war nicht gerade einladend, kalt und egnerisch.   1933 25. Mai: Nahmen wir wie gewohnt an der grossen Auffahrtsprozession in Münster teil. Das Wetter war ordentlich kühl, aber ohne viel Regen. Beim Einzug in Münster recht schön. Die ganze Prozession ging ohne Zwischenfall vorsiech, abgesehen von einem harmlosen Sturz unseres Direktors. Nachher gab’s im Stift wieder vom wohlverdienten Schoppen, dem wacker zugesprochen wurde, jedoch so, dass alle unsere Mitglieder solid und nüchtern blieben, was leider nicht von allen am Umzug beteiligten gesagt werden kann.   1934 Wie gewohnt nehmen wir auch dieses Jahr an der Auffahrtsprozession teil. Das Wetter war ordentlich, teilweise etwas heiss, sodass man ordentlich Durst kriegte.   1935 30. Mai: Auffahrtsfest in Münster. Wie üblich nahmen einige Mitglieder der Gesellschaft am Umritt teil. Der ganze Umritt nahm bei etwas trüber Witterung einen guten Verlauf. Erst nach dem Einzug in Münster wurden die Schleusen des Himmels geöffnet, wobei auch drei Musikanten etwas von der Nässe erwischten.   1936 5. Mai: Vorstandsitzung im Kreuz Gunzwil. Traktandum übers Auffahrtsfest,….. 21. Mai: Wetter kühl und regnerisch mit etlichen Sonnenblicken. Morgens fünf Uhr ist alles bereit, nur die Musik nicht, 10 Minuten Verspätung. Der erste Marsch ging sehr schlecht. Im Schlössli bei der Predigt gab es Platzreigen, nachher war das Wetter bis Rickenbach ordentlich gut. Gemeinsames Mittagessen im „Rössli“ in Rickenbach. Nachmittags bis Adiswil schön warm, nachher Regen und Donner. Das übliche Zobig wurde von Herrn Fischer, Handelsmann, serviert. Die Schüblige hierzu wurden von der Metzgerei Schnarwiler gratis verabfolgt. Der Einzug erfolgte ohne Kaput. Musik gut. Nach dem Einzug in Münster gaben wir dem Chorherr Dormann (Alt-Pfarrer) ein Ständchen zu seinem sich  50 mal jährenden Auffahrtsumritt. Als Dank 20 Fr. erhalten. Bei einigen guten Flaschen und regem Gebrauch der Kaffeemaschine im Rest. Bahnhof fand dieser strenge Tag für die zwölf Teilnehmenden einen denkwürdigen Abschluss.   1937 6. Mai: Am hohen Auffahrtsfest in Beromünster beteiligen sich 13 Mann unserer Gesellschaft an der Prozession zu Pferd. Pünktlich zu festgesetzten Zeit konnte am Morgen der Umritt begonnen werden .Bei sehr günstigem Wetter verlief die Prozession störungsfrei. Sämtliche Mitglieder und der Direktor hatten gutes Sitzleder, da keiner versucht hatte, mit der Mutter Erde näher Bekanntschaft zu machen. Beim Einzug in Rickenbach wurden von den übrigen nicht teilnehmenden Mitgliedern die Pferde unserer Reiter in Empfang genommen. Zum gemeinsamen Mittagsessen waren neun Mann anwesen, da sich die andern anderswo verköstigten. Von prächtigem Wetter verlief die Prozession störungsfrei. Von prächtigem Wetter begünstigt erfolgte zirka um eine Viertel vor drei Uhr der feierliche Einzug in Beromünster. Wie schön die gespielten Märsche klangen, weiss ich nicht, da infolge des Glockengeläutes von der Musik nichts zu hören war. Im allgemeinen wurde der Wunsch gehegt, man sollte beim Einzug im Flecken das Geläute unterlassen. Auch beim neuen vorgeschlagenen Probst, H.H. Rektor Troxler wurde ein Ständchen angebracht, welches mit einer Geldspende bedankt wurde. Nach der Prozession wurden im Rest. Bahnhof noch etlichen Märsche gespielt, wobei der sehr ehrenwürdige Tag seinen traditionellen Abschluss fand.   1938 26. Mai: Am Auffahrtsfest wirkten wir mit 13 Mann  zu Pferd als Prozessionsmusik mit welches für uns alles gut verlief.   1939 19. Mai: Auffahrtsfest, wo wir wieder Festmusik waren.   1940 2. Mai: Das hohe Auffahrtsfest ist angerückt und immer noch sind viele unserer Mitglieder im Feld. Kein festlicher Anlass stellt gerade soviel Ansprüche an die Musikanten wie das Auffahrtsfest, aber trotzdem nahmen wir daran teil, mit Hilfe von Mitgliedern aus Nachbarsektionen aus Rickenbach. Der ganze Anlass verlief zur besten Zufriedenheit für die Teilnehmer. Das Wetter war wunderbar schön.   1941 22. Mai: Auffahrtsfest. Bei schönem Wetter wirkten zwölf Mann als Festmusik mit. Das Schlussständchen im Stift musste wegen einsetzendem Platzregen leider ausfallen.   1942 Vier Auffahrtsproben 10. Mai: Auffahrtsprobe zu Pferd nach Kagiswil, wo wir bei der Familie Schmid zu einem Most eingeladen wurden. 14. Mai: Bei etwas unsicherem Wetter, das sich dann zwar den ganzen Tag gut hält, wirkten wir als Festmusik mit, vormittags klappte die Sache gut und das Mittagessen wird im Löwen eingenommen, wo wir gut aufgenommen sind. Der Nachmittag verlief musikalisch weniger günstig, und beim Einzug ging es ganz bedenklich zu, was wahrscheinlich nicht auf Mineralwasser zurückzuführen ist. Nach Schluss der Prozession geselliges Beisammensein im Kreuz Gunzwil.   1943 Sieben Auffahrtsproben 30. Mai: Auffahrtsprobe zu Pferd, Richtung Saffental. Bei Familie Hüsler kurze Mostpause. Für die freundliche Aufnahme und das schöne Nötlein sei bestens gedankt. 3. Juni: Auffahrtsfest. Sammlung 4.45 Uhr beim Ochsen. Als letzter kommt der Herr Direktor in einem zünftigen Metzgertrab zu Sammelplatz. Es wurde mit 13 Mann ausgerückt und zwar erstmals seit etlichen Jahren mit alles eigenen Musikanten. Musikalisch gelang der Tag gut, nur am Schluss gab es noch eine kleine Störung infolge mangelnder Aufmerksamkeit. Das Wetter war für und günstig und das vorzügliche Mittagessen im Löwen hat uns wieder zu  neuen Taten aufgeweckt. Bestens verdankt sei auch der gute Kaffee, welcher uns alljährlich von Herrn Wüst in Rickenbach gespendet wird.   1944 Fünf Auffahrtsproben 14. Mai: Auffahrtsprobe zu Pferd, welche uns nach Walde führte. 18. Mai: Bei schönem Wetter verlief die Prozession musikalisch gut. Kamerad Burlimann meinte, unser Herr Direktor Habermacher H. schwebe in einem kleinen“Flieger“ über uns, und es entgehe im kein falsches Tönli.   1945 6. Mai: Die Auffahrtsprobe zu Pferd führte vom Schulhaus Gunzwil über den Blosenberg. Teils gestärkt und teils geschwächt zogen wir vom Blosenberg nach Walde, wo es beim Fahnengötti einen Halt gab, wo wir flott bewirtet wurden. Mit Kunstreiten oder Reitschule wurde dieser Tag, der einigen noch lange in Erinnerung bleiben wird, beendet. 10. Mai: Bei schönem Wetter wirten 13 Mann als Festmusik mit.   1946 19. Mai: Auffahrtsprobe zu Pferd. Bei schönem Wetter Sammlung beim Schulhaus Gunzwil. Von da aus zogen wir mit klingendem Spiel durch das Dorf gegen die Locheten, wo wir bei unserem Kamerad Galliker Niklaus mit einem kühlen Trunk empfangen wurden. Weiter ogen wir über Saffental, Kagiswil, wieder zurück ins Dorf. Allen Spendern besten Dank. 30. Mai: Bei ziemlich warmemWetter wirkten wir erstmals mit 17 Mann in der Festmusik mit. Musikalisch klappte der Tag sehr gut. Das Mittagessen wurde im Löwen eingenommen. Bestens verdankt sei auch der gute Kaffee, gespendet von den Kameraden Schmid Walter und Ferdy.   1947 15. Mai: Traditionsgemäss wirkten wir als Festmusik  bei der Auffahrtsprozession mit.   1948 2. Mai: Vorprobe zu Pferd über Witwil, Adiswil und Winen, welche reibungslos verlief. Für den prima Kaffee von Kamerad Muff Josef, das gute „Zfeufi“ bei unserem Fähnrich Bucher Klemens sei der wärmste Dank ausgesprochen. 6. Mai: Am Auffahrtsumritt wirkten wir mit 16 Mann als Festmusik mit, welche für Ross und Reiter gut verlief.   1949 15. Mai: Auffahrtsprobe zu Pferd, welche uns über Beromünster, Witwil und Adiswil nach der Winon führte, Für die flotte Bewirtung vom neugebackenen Kirchenrat Stocker Josef, sowie von den Musikkameraden Küng Alois, Muff Josef, und Bucher Klemens sei der wärmste Dank ausgesprochen. 26. Mai: Bei idealem Wetter wirkten wir beim Auffahrtsumritt als Festmusik mit.   Säumermusik zu Pferd 10. Juli: eine Anfrage von Oberst Haas, Sursee, betreff Festmusik mit 16 Mann zu Pferd am grossen Festumzug des Säumerfestes in Sursee vom 17. Juli wurde angenommen. Als Uniform erhielten wir die alte historische Artillerieuniform mit den Lederhosen, auch das lange Schwert fehlte nicht. Zirka um ein Uhr starteten wir bei unserem Fähnrich Bucher Klemens bei aussergewöhnlicher Hitze zur Vorprobe. Sie führte uns über die Seeblen ins Kreuz Gunzwil, wo wir uns durch einen kühlen Trunk labten. Weiter ging es über Beromünster, Witwil nach der Winon zurück, wo ein grandioses „Zfeufi“ auf uns wartete. Allen Spendern sei der beste Dank ausgesprochen. 17. Juli: Säumerfest in Sursee. Sammlung um zwölf Uhr zu Pferd, in der kriegerischen Uniform, im Kreuz Gunzwil. Wir ritten mit Spiel durch das Dorf, voran unser Hauptmann, Elmiger Josef, der natürlich ein Musterbeispiel war. In der Linde schwenkten wir nach der Locheten ab, um den direkten Weg auf der Kantonsstrasse nach Sursee einzuschlagen. Im Rest. Chommlen und im Rest. Zellfeld kurze Bierpause. Im Festzug werde wir von allen Seiten heftig applaudiert, denn wir starteten ja in der Schweiz seltene gesehene Nummer. Bis zur Rückkehr um 17 Uhr labten wir uns mit dem köstlichen Nass. Auch auf dem Rückweg  verlief alles reibungslos und ohne grossen Unfall. Einige tummelten sich noch bis gegen Morgen in der köstlichen Uniform und mussten noch auf das liebe Müetti warten, denn die Hosen waren sehr eng angepasst  und beschwerlich zum Ausziehen. Besten Dank allen Teilnehmern, denen dieses Fest sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.   1950 Fünf Auffahrtsproben 14. Mai: Auffahrtsprobe zu Pferd Richtung Gunzwil. Bei Kamerad Franz Weber kurze Mostpause. Weiter über Beromünster, Eichmatt, Wili, wo wir von Stocker Al. flott bewirtet werden. Bei der Käserei Blosenberg spielen wir einen Marsch, um nachher bei unserem Kamerad Galliker Franz das gut schmeckende „Zfeufi“ einzunehmen. Allen freundlichen Spendern sei herzlicher Dank ausgesprochen. 18.Mai: Am Auffahrtstage wirkten wir bei gediegenem Reiterwetter als Festmusik mit. Musikalisch verlief es gut bis sehr gut. Zu erwähnen sei noch die ganz flotte Kameradschaft, die viel zum Guten dieses Festes beigetragen hat. Nach dem Umritt Ständchen bei den Herren „Heiliggrabritter von Rom“ im Ochsen, welchen zum ersten Male an diesem Umritte teilnahmen. Für die schönen Nötlein sei bestens gedankt. Herr Käser Müller überraschte uns noch mit 20 Franken. Besten Dank.   1951 Nicht vergönnt sei unserer Feldmusik das alle Jahre wiederkehrende Mitwirken an der feierlichen Auffahrtsprozession was auch im letzen Vereinsjahr bei schönem Wetter der Fall war.   1952 22. Mai: war Wiederum das alle Jahre wiederkehrende schöne Fest der Himmelfahrt Christi, wo unsere berittene Musik mit Stolz und Treue dem Allerheiligsten das Geleit gibt, das auch dieses Jahr mit schönem Wetter beschieden war.   1953 19. April: Generalversammlung: Präs. Müller orientiert über die Auffahrtsmusik und deren Uniformierung, welche wenn möglich dieses Jahr in Angriff genommen wird. 14. Mai: Das alle Jahre wiederkehrende Fest der Himmelfahrt Christi, wo die berittene Musik mit Opfergeist, aber auch mit grosser Genugtuung dem Allerheiligsten das Geleit gibt. Die flotte Führung und die gute Disziplin waren auch dieses Jahr wiederum die Freunde zu überaus gutem Gelingen.   1954 27. Mai: Begleitung des Allerheiligsten am Auffahrtsfest. Begünstigt vom guten Wetter und sehr guter Disziplin unserer Kameraden nahm dieser Anlass einen sehr guten Verlauf. 10. September: Probe zu Pferd für die SLA (Schweiz. Land. Ausstellung) 17. September: Mitwirkung der berittenen Musik an der Ausstellung in Luzern. Der mächtige Applaus der Zuschauer durch die Gassen der Stadt Luzern quittierte das Gefallen in die Freunde an der Feldmusik Gunzwil.   1955 19. Mai: Auffahrtsfest. Ein alle Jahre wiederkehrendes Fest der Himmelfahrt Christi, wo unsere berittene Musik die grosse Ehre hat mit ihren musikalischen Weisen das Allerheiligste zu begleiten. Wer aber am Morgen im Blosenberg dabei war, muss wirklich sagen, die Gott lieb hat die züchtigt er. Es war ein Schneegestöber wie man’s im Winter selten erlebt. Bald wurde es aber wieder ruhiger und bis am Nachmittag gab es noch schönen Sonnenschein und das Auffahrtsfest nahm auch dieses Jahr einen friedlichen und guten Verlauf. Dank den edlen Kameraden, die so tapfer ausgehalten haben.   1956 10. Mai: Auffahrtsumritt. Der sehr gut verlaufende kirchliche Anlass der an unsere Musikanten sehr grosse Anforderungen stellt . Es sei den Kameraden für ihre Mitwirkung bestens verdankt.   1957 Leider wurde das diesjährige Protokoll nicht ins Reine geschrieben.   1958 11. Mai: Auffahrtsprobe: Um 13.00 Uhr besammelten wir uns in der Oeli, wo uns der Wirt noch ein Gratis Kaffee spendete, das noch bestens verdankt wird. Ein sehr schöner Tag war uns bestellt als wir ca. um 2 Uhr mit klingendem Spiel abritten. Wir gingen über Kagiswil nach Saffental und dort gabs einen kurzen Halt, denn der Most, den und Familie Müller servierte, war gut. Nachher gings nach Hasenhusen, wo uns Familie Bättig ganz freudig aufnahm und sogar noch mit einem flotten Zobig aufwartete. Unser Präsident Müller Gregor verdankte die gute Bewirtung und nach kurzem gemütlichem Beisammensein machten wir uns wieder auf den Heimweg. 13. Mai: Auffahrtsprobe. Unser lieber Gönner Theodor Muff spendete der Auffahrtsmusik ein Bier, das wir bestens verdanken. 15. Mai: Auffahrt. Ein ganz hohes Fest für unsere Feldmusik, denn es ist eine grosse Ehre, mit dem Spiel hoch zu Pferd an der Prozession teilzunehmen. Es ist immer schön und ergreifend, so in der Morgenfrühe, droben im Schlössli so eine sinnvolle Morgenpredigt anzuhören, die von Herrn Josef Vital Kopp gehalten wurde. Bis nach Rickenbach war das Wetter schön, aber von dort an bedeckte sich der Himmel mit Regenwolken bis zum Einzug in Beromünster. Den Musikanten, die sich für die Auffahrtsmusik zur Verfügung stellten, sei ihre aufopfernde Arbeit bestens verdankt. Auch ganz besonderen Dank der Fam. Bättig fürs Znüni und der Fam. Kramis fürs Zobig, sowie den lieben Kollegen Ferdi Schmid für den guten Kaffee.   1959 3. Mai: Auffahrts-Vorprobe: Die Vorprobe führte unsere berittenen Kameraden dieses Jahr nach Walde und Bühl, wo die strammen Reiter von der Fam. Jost gastfreundlich aufgenommen und mit einem feinen Zobig bewirtet wurden. Dafür und für die 20.—Fr. sei der Fam. Jost bestens gedankt. 7. Mai: Auffahrtsfest: 450 Jahre Auffahrtsumritt in Beromünster. Die Jubiläumsprozession wickelte sich im üblichen Rahmen ab. Das Wetter war dieses Jahr ganz ideal, so dass die Musikanten auch beim Einzug noch in voller Frische mitmachen konnten. Nach der Prozession waren dieses Jahr alle offiziellen Teilnehmer von der Kirchenverwaltung zu einem Imbiss im Gasthof Hirschen eingeladen, so auch unsere Musikanten, die noch einige Muster ihrer Blaskunst zum besten gaben.   1960 22. Mai: Bei nicht allzuschönem Wetter rücken unsere Kameraden heute aus um ihre Reit- und Blaskünste für die kommende Auffahrt auf Hochform zu bringen. Anschliessend mussten sie noch die schon längst fällige Freimitgliedurkunde an Herrn Peter Lisibach, Winon überbringen. Die von Peter Lisibach gespendeten Fr. 50.00 seien bestens verdankt. Ebenso bestens verdankt sei der Fam. Lisibach die grosszügige Bewirtung. 22. Mai: Unter günstigen Bedingungen wickelte sich dieses Jahr die Auffahrtsprozession ab. Unser Spiel war wieder durch 16 berittene Kameraden vertreten, die mit ihren Märschen und Liedern, dieser Flurprozession eine besonders feierliche Note gaben. Besten Dank auch all jenen, die breitwillig ihre Pferde den Musikanten zur Verfügung stellten. Die Auffahrtsmusik stand heute unter einem besonders guten (lies ertragreichen) Stern, denn auch Begegnungen mit Kirchenräten u.s.w. resultieren noch folgende Spenden: Lisibach Peter 20.00, Stocker Hans 20.00, Lisibach Xaver 10.00, Villiger Peter 10.00, Schmid Anton 12.00. Alle diese Spenden seien bestens verdankt.   1961 11. Mai: Auffahrt: Unsere Reitermusik nahm auch dieses Jahr wieder mit 16 Mann an der Prozession teil. Um dem Allerheiligsten auf seinem Weg über die Fluren, das Geleite zu geben. Nach dem Einzug zogen wir Musikanten in Kreuz nach Gunzwil, um die Kameradschaft zu pflegen und die Veteranen zu feiern, Galliker Niklaus, der heute zum 25. und Müller Gregor der zum 20. Male die Prozession zu Pferd mitmachten. Diese Feier zog sich daher etwas in die Länge, so dass sogar bewährte Reiter den Heimweg zu Fuss vorzogen. 24. September: Eidg. Trachtenfest in Basel. Auf Wunsch der Organisatoren nimmt unsere Reitermusik 20 Mann stark am Festzug teil. Die Pferde werden in einem spez. Transporter verladen. Für die Musikanten und Begleiter steht ein Car zur Verfügung. Den Musikanten stand dann in Basel ein anstrengender Festzug durch die mit Festbesuchern angefüllten Strassen bevor, doch sie haben sich ausgezeichnet bewährt. Sie machten dort auf ihren Eidgenossen eine derart gute Figur, dass die Fernsehreporter bis zuletzt an die Bereitermusik glaubten, zur argen Enttäuschung der  einheimischen Fernseher. Schön frühzeitig kehrte die Gesellschaft aus Basel zurück. Mit dem Rücktransport der Pferde klappte es nicht mehr so gut, so dass die Reiter noch einige Zeit auf ihre Tiere warten mussten.   1962 27. Mai: Berittene Auffahrtsvorprobe. Diese führt dieses Jahr wieder in die Winon, wo unserem Freimitglied Lisebach Dominik ein Ständchen zum 85. Geburtstag gebracht wurde. Für die 50.00 Fr. die dabei in unsere Kasse flossen besten Dank. Ebenso besten Dank für die gastfreundliche Aufnahme und Bewirtung. 31. Mai: Zum ersten Male nimmt dieses Jahr die Auffahrtsmusik mit 20 Mann an der Prozession teil. Wiederum stellt das Kant. Zeughaus für diesen Anlass die schmucken Guiden-Uniformen zur Verfügung wofür dem kant Kriegskommissär Herr Major Wey, der beste Dank ausgesprochen sei. Bei kühler Witterung begleitet und verschönert das Spiel die Prozession mit dem gewohnten Liedern und Märschen. Nach dem Mittagessen waren die Musikanten bei der Fam. Schmid zum Kaffee eingeladen, was bestens verdankt sei. Nach dem Einzug bei dem bereits der Regen einsetzt, zog das Spiel nach Gunzwil ins Gasthaus Kreuz zum Zobig, wo die Anstrengungen des Tages rasch vergessen waren. Alle Musikkameraden, die sich für die Auffahrtsmusik immer wieder  zur Verfügung stellen, sei auch hier bestens gedankt. Danken  möchte ich auch den vielen Spendern. Kirchenrat Lisibach für die traditionellen Fr. 20.00, Wey Franz für die gespendeten Fr. 10.00, Estermann Alois für die Erfrischung in der Seeblen, der Firma Schnarwiler für das Zobig und Kottmann Alois und Dommen Hans für den gespendeten Wein. 1. Juli Eidg. Jodelfest in Luzern Unsere Auffahrtsmusik hatte sich auf eine Anfrage des Organisationskomitees, bereits erklärt im Festzug mitzuwirken. So zogen denn am Sonntag-Morgen die gewandteren Reiter zu Pferd, der Rest mit Auto gegen Luzern. In Emmenbaum hiess es auch für den Rest aufzusitzen. In flottem Trab gings durch die Stadt nach der Tribschen wo sich der Festzug bereitstellte. Die Reitermusik, wie sich unsere Auffahrtsmusik neustens bei solchen Anlässen nennt, eröffnete den Festzug und wurde von überaus zahlreichem Publikum gebührend applaudiert. Nach dem Festzug wurden die Pferde in der Kasernenstallung eingestellt und mit knurrendem Magen  machten sich alle auf die Suche nach dem Mittagessen. Nach der Heimkehr zu Pferd war für alle Teilnehmer im Kreuz noch ein Nachtessen bereit, worauf noch für einige Stunden die Kameradschaft gepflegt wurde.   1963 23. Mai Auffahrt. Wiederum nimmt unsere Reitermusik mit 20 Mann an der Prozession teil, die bei recht günstigem Wetter durchgeführt wird. Dank dem disziplinierten Verhalten aller Musikanten, wickelt sich alles programmmässig ab. Danken möchte ich hier noch den beiden Spendern, die ihre 20 Fr. immer im voraus bereit halten, es sind dies die Herren Lisibach Xaver Kirchenrat und Wey Franz zum Löwen. Ebenfalls besten Dank an alle jene welche ihre Pferde immer wieder zur Verfügung stellen und an die Musikanten, die immer wieder zum mitmachen bereit sind.   5./6./7. Oktober 1963 Festa della Vendemmia di Lugano Reisebericht von Bruno Rota. Sehr erfolgreich verlief die Teilnahme unserer berittenen Musik am Winzerfest vom 6.Oktober in Lugano. Auf Einladung der Pro Lugano reisten am Samstag 20 Musikanten nebst Bannerträger, Hufschmied, Pferdeburschen und Begleiter in den Tessin. Der Verlad der Pferde erfolgte bereits um 4.00 Uhr früh, während die Musikanten um 6.30 Uhr abreisten. In Luzern wurde ein 1- stündiger Halt eingeschaltet, damit man mit den Pferden in Lugano ankam. Zudem waren noch einige Nachzügler, z.B. „Kohli“ der mit Aktiven noch seinen Stall bestellte, die erst in Luzern zu uns stiessen. In Arth Goldau war man dann „au grand complet“, nachdem der letzte Gunzwil-Zürcher zur Gesellschaft stiess. Männiglich trug den Waffenrock und es brauchte viel Arbeit bis diese heute beurlaubt waren. Tief hingen die Wolken durchs Urnerland und die Berge um Göschenen tragen schon tief hinunter ihr Winterkleid. Welch ein Kontrast nachdem wir den Gotthard durchfahren hatten! Blauer Himmel und Sonne, eine angenehme Ueberraschung für uns Nordländer, nachdem wir dieses Jahr wenig schönes Wetter hatten. Kurz nach Mittag Ankunft in Lugano, Auslad der Instrumente und Koffer in den bereitstehenden Camion und Auslad der Pferde, die zu unserer grossen Genugtuung gut reisten. Auf dem Weg zur Stallung waren es viele Neugierige, welche die stolzen Pferde bestaunten. Nun herrschte emsiges Treiben, Stallung, Fütterung der Pferde, dann war die Reihe an uns. Im Ristorante Morandi, wo wir während unseres Aufenthaltes bestens verpflegt wurden, überraschte man uns mit einer gepflegten Bedienung und vorzüglicher Küche. Kurz darauf mussten sich die Musikanten in die historischen Uniformen stürzen, denn um halb drei Uhr war Standarten-Uebergabe und Weihe des Reitclubs von Lugano mit anschliessendem Umzug durch die Stadt. Nach dem Nachtessen traf man sich noch in Gruppen in einer Caffeteria oder Usteria, doch es hiess bald Lichterlöschen. Eine Ausnahme machte ein kleines Grüppchen mit Franz an der Spitze, der als Höhepunkt noch sein Gedicht vom Schulmeisterlein rezitierte. Gut so, denn Du musstest ja wieder am Sonntag abend zur Einheit zurück. Ab Sonntag mittag herrschte ein emsiges Treiben in den Stallungen, denn nun galt es Pferde und Musikanten auf Hochglanz zu bringen. Wahrlich der Tessin hatte sein Festtagskleid angezogen, ein blauer Himmel präsentierte sich den Zuschauern, die mit 40'000 geschätzt wurden und schon seit Stunden die Strassen säumten. Schon beim Abritt wurden unsere Musikanten herzlich applaudiert. Um 14.30 Uhr war es soweit. Vorab des Umzuges zwei herrliche Lancia Cabriolets, gefolgt von unserer Reitermusik, die für ihre Darbietungen reichen Beifall erntete. Dann folgten in bunter Reihenfolge Blumenwagen, folkloristische Gruppen aus dem In- und Ausland, Sujets aus dem Tessin u.s.w., im Ganzen 41 Nummern. Wirklich ein Farbenparadies sondergleichen und ein würdiger Abschluss der Saison für den Tessin. Als Auflockerung hiess unser Ziel nach dem Nachtessen „Caprino“. Mit dem Motorboot fuhren wir nach dem bekannten Weinkeller gegenüber Lugano. Leider konnten an dieser Expedition zwei Seppen nicht teilnehmen, es macht doch den Anschein als hätten sie das Bootshaus von „Max und Moritz“ nicht mehr gefunden. „In Vino veritas“ hiess die Parole auf der Hotelterrasse, wo uns der Wirt gleich wieder erkannte und uns auch spontan 2 Fiasco offeriert hätte, ja hätte, wäre nicht der verflixte Zapfen gewesen, so blieb es bei Nr.1. Die Gemütlichkeit war Trumpf, es wurde gesungen und gelacht und mancheiner entpuppte sich als gewiegter Redner. Bald hiess es wieder aufbrechen,… die schönen Stunden zerrinnen sehr schnell, … und zurück gings nach Lugano. Wie schon letztes Jahr, es gibt immer Leute die seekrank werden, es hätten auch Reisetabletten nicht mehr gewirkt. So verzog man sich ins Bett, zwei Mann traten mit dem Nachtschnellzug die Rückreise an in den WK, doch dieser und jener atmete noch einmal die Atmosphäre des Winzerfestes. Später wurde dann sozusagen als Abschluss des Festes, ein Astizapfen in den Weltraum katapultiert. Unter Aufsicht einer Amtsperson, versteht sich---. Strömender Regen überraschte uns am Morgen, als es galt die Pferde einzuladen, welche um 9 Uhr von Lugano wegfuhren. Mit einem Ständchen auf dem Perron verabschiedeten wir uns von Lugano, es blieb nicht einmal Zeit den fast legendär gewordenen Fuchsgraben vom letzten Jahr zu blasen. Glücklich erreichten wir um 18.00 Uhr Beromünster. Um 20.45 Uhr konnten wir auf dem Bahnhof die Pferdeburschen begrüssen, die die 21 Pferde ohne Zwischenfall zurückbrachten. Ihnen gilt unser spezieller Dank Herzlichen Dank an alle Pferdebesitzer die die Pferde in Freundeidgenössischer Art zur Verfügung stellten. Dank allen die durch Ihre Arbeit zum guten Gelingen beigetragen haben. Hier noch ein Ausschnitt aus der Schweizer allgemeinen Volkszeitung, Bericht des Dr. Joggeli Buume: „Vorab stolz wie d’Schpanier, d’Gunzwiler, oder wie mer dert seidd d’Gunzbeler Muusig höch z’Ross. Si hei us Liibeschräfte blase, wie d’Erzengel zum jüngste Gricht. Es het eim tüecht, dä mit der Pauke schläu de öppe es Loch is Chalbfäll. D’Ross hei afa zäberle und tänzele, wo d’Muusig so unerchannt blase hätt, und d’Lüt hei afa chlatsche und gar bravo bravo rüefe. J glaube mäng eine vo dene Musikante wär lieber uf  sim sechere Güllefass obe ghocket, als off dene läbige Güggel. Was i aber ha möge gseh isch keine abegheit und het mit sim herte Gring es Loch i d’Bsetzi gmacht.“   Ein weiterer Kommentar zu diesem Fest erübrigt sich, doch möchte ich hier auch allen Musikanten danken, die mitmachten und für die Feldmusik in Lugano Ehre einlegten. Speziellen Dank an Herrn Bruno Rota, der diese Reise zur Zufriedenheit von allen, mustergültig organisiert hat.   1965 26. Mai Auffahrt. Fr unsere 20 berittenen Kameraden ein strenger Tag, den sie jedoch in gewohnt würdiger Weise durchführen, trotz der Wettergott sie spez. Beim Einzug im Stiche lässt. Auch hier sei allen die immer wieder mitmachen bestens gedankt.   1967 4. Mai Auffahrt. Nach dem verschneiten Mittwoch sehen wir angenehm überrascht in einen klaren Morgenhimmel. Um 5.00 Uhr verlassen wir unter feierlichem Glockengeläut den Flecken Beromünster. Ohne eine vorprobe und mit behandschuhten Fingern will uns der erste Marsch nicht recht gelingen. Im Schlössli hält Paolo Brenni die Ansprache. Auf dem Blosenberg geniessen die hintersten Musikanten den wärmenden Schnaps der Kirchenräte. In Hasenhusen wärmt uns der heisse Tee....  
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